Online-Girokonto

Viele Banken bewerben ein kostenloses Online-Girokonto, doch oft lauern versteckte Kosten oder andere Hindernisse. Der größte Haken an zahlreichen Angeboten ist oft, dass monatlich ein Geldeingang in unterschiedlicher Höhe vorliegen muss. Ist das nicht der Fall, lauern im Kleingedruckten Kosten bzw. schlechtere Konditionen. Das ist kein Wunder, denn bei einem wirklich kostenlosen Online-Girokonto zahlen die Banken drauf. Die Kontoführung kostet Geld und solange der Kunde keine Zusatzgeschäfte, wie Geldanlage oder Kreditaufnahme tätigt, bleibt das Angebot für die Bank ein Zuschussgeschäft. Deshalb wollen auf diese Weise viele Anbieter nur solvente Neukunden anwerben, da diese natürlich auch Zusatzgeschäfte versprechen.


Online-Girokonto TOP 5

Bank
Produkt
Grund-
gebühr
Automaten Besonderheiten Bewertung Antrag
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Top-Girokonto 0,00 Euro Inland: Cash Group 9.000 Ausland: kostenlos

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Bundesweite Umfrage über die Kosten von Girokonten bei Banken haben ergeben, dass viele Institute ein kostenloses Online-Girokonto im Angebot haben. Doch bei genauem Hinschauen erfüllt nur ein Bruchteil der Banken die Bedingungen für ein tatsächlich kostenloses Online-Girokonto. Kostenlos heißt für mich, dass die Bank keine monatliche Kontoführungsgebühr einbehält, keine Kosten für die EC-Karte berechnet und auf Vorgaben wie eine Mindesthöhe für den Geldeingang verzichtet. Je nach Verbrauchertyp können auch ein günstiger Dispositionskredit oder Guthabenzinsen auf verbleibende Einlagen eine Entscheidung beeinflussen.

Eine gewichtige Rolle spielt natürlich, wie leicht ein Kunde kostenlos Bargeld abheben kann. Denn ein kostenloses Online-Girokonto nützt nicht viel, wenn der Preisvorteil durch teure Abhebegebühren wieder verloren geht. Immer kostenlos ist bei allen Anbietern das Geldabheben an den eigenen Bankautomaten. Hier bieten Sparkassen klare Vorteile, denn den Kunden stehen bundesweit fast 26.000 Sparkassen-Geldautomaten zur Verfügung, an denen kostenlos Bargeld abgehoben werden kann und das auch in den entlegensten Gegenden. Auf gut 19.000 Automaten bundesweit bringt es das Netz der Volks- bzw. Genossenschaftsbanken. Die Kunden von Groß- und Direktbanken sind dagegen klar im Nachteil. Die Cash-Group, in der Institute wie Deutsche Bank, Commerzbank, sowie Post- und Norisbank ihre Bankautomaten zusammengeschlossen haben, bringt es lediglich auf rund 9000 Automaten. Davon findet sich ein Großteil nur in größeren Städten. In ländlichen Gegenden sind diese eher rar. Noch weniger Automaten bietet der sogenannte Cashpool, in dem sich unter anderem die Targobank (vormals Citibank), die Santander Bank, netbank und die Sparda-Banken zusammengeschlossen haben.

Einen anderen Weg gehen beispielsweise Banken wie die ING-Diba oder Deutsche Kreditbank. Sie erweitern die kostenlose Abhebemöglichkeiten durch eine kostenlose Visa-Karte. Mit dieser Karte können Kunden an allen Geldautomaten mit Visa-Zeichen in Deutschland kostenlos abheben. Das sind dann immerhin 50.000 Bankautomaten deutschlandweit.

Um sich von der Konkurrenz abzuheben, werden zusätzlich Startguthaben zum kostenlosen Online-Girokonto geboten. Aus den vorgenannte Gründen sollten dies aber nur zweitrangige Kaufargumente sein. Bei Spitzenangeboten a la ING-Diba oder Deutsche Kreditbank kann man sich aber in diesem Fall den Aufwand einer Kontoeröffnung versilbern lassen.