Fotoüberweisung

Mit einer Fotoüberweisung können Bankkunden komfortabel eine Überweisung tätigen. Sie müssen mit ihrem Smartphone nur die Rechnung abfotografieren, eine App digitalisiert die Daten. Anschließend können Nutzer die Überweisung auslösen. Das stellt eine perfekte Alternative zum mühsamen Abtippen dar.

Fotoüberweisungen: Bequem Rechnungen bezahlen

Trotz moderner Bezahlsysteme wie Sofortüberweisung oder PayPal sehen sich Verbraucher auch heutzutage noch mit zahlreichen Rechnungen konfrontiert, deren Beträge sie überweisen müssen. Das kostet erstens Zeit, weil Kunden sämtliche Daten wie Kontonummer und Rechnungsnummer eintippen müssen. Mit der 22-stelligen IBAN hat sich das im Vergleich zu den früheren, deutlich kürzeren Nummer noch wesentlich verschlimmert. Zweitens besteht die große Gefahr, sich zu vertippen. Bei einer falschen Rechnungsnummer kann das Unternehmen die Summe zum Beispiel niemandem zuordnen. Noch ärgerlicher ist es, wenn die Bankdaten falsch sind: Das Geld landet im schlechtesten Fall auf dem falschen Konto und die Überweisenden erhalten es nicht mehr zurück. Es besteht darauf kein Anspruch. Beim Onlinebanking gleichen Banken auch nicht den Empfängernamen mit der Kontonummer ab, es findet keine Kontrolle statt. Viel Zeitaufwand und mögliche Fehler: Beides meiden Kunden mit einer Fotoüberweisung. Die App registriert alle erforderlichen Daten im Nu und zuverlässig.

Fotoüberweisung - Wie geht das?

Zuerst müssen sich Kunden eine entsprechende App herunterladen, Banken wie comdirect und ING DiBA bieten diese kostenlos an. Haben Nutzer eine Rechnung beziehungsweise einen Überweisungsträger, legen sie das Schriftstück auf einen Tisch oder eine andere ebene Oberfläche. Eine ursprünglich gefaltete Rechnung in der Größe DIN A4 sollten sie glatt streichen. Nun öffnen sie die entsprechende App, starten die Funktion Fotoüberweisung und fotografieren das Dokument. Eine Texterkennungs-Software digitalisiert die Daten und zeigt sie auf dem Smartphone zur Überprüfung an. Den Vorgang schließen Kunden mit der Eingabe einer TAN ab.

Banken als Vorreiter

Die comdirect hat bei der Fotoüberweisung Pionierarbeit geleistet, als erstes deutsches Institut hat sie diese Funktion 2012 eingeführt. Als Muttergesellschaft der comdirect bietet natürlich auch die Commerzbank den vorgenannten Service an. Zu den Vorreitern gehört auch die ING DiBa, welche diese Optionen ebenfalls gratis anbietet und durch die TV-Werbung für das Massenpublikum interessant gemacht hat. Zwischenzeitlich hat auch meine Girokonto Empfehlung, die DKB, die Fotoüberweisung in ihre Banking App includiert.

Bei der comdirect laden Kunden dafür die speziell dafür entwickelte App smartPay herunter. Öffnen sie diese App, können sie angeben, ob es sich um eine Rechnung auf einem Briefbogen oder um einen Überweisungsträger handelt. Als praktisch erweist sich die Möglichkeit, die Rechnung am Schluss archivieren zu können. Kunden können sie in unterschiedliche Kategorien wie Versicherungen einsortieren. Sie können das Dokument sogar per E-Mail versenden, zum Beispiel an ihren Steuerberater. Die ING DiBa hat die Funktion Fotoüberweisung dagegen in die gewöhnliche Banking-App integriert, aus der heraus sie sich starten lässt. Zwischenzeitlich findet man die Fotoüberweisung auch bei mehreren Hausbanken, wie der Deutschen Bank, der Postbank oder den Sparda Banken.